Die hohe Qualität und Konzentration an wertvollen Inhaltsstoffen in Matcha ist ein wesentliches Ergebnis der aufwendigen Verarbeitung.

Die Teepflanzen der Art Camellia Sinensis werden ca. einen Monat vor der Ernte im Mai mit Netzen abgedeckt, so dass nur noch ein geringer Teil des Sonnenlichtes die Blätter erreicht. Die Pflanze reagiert auf die Beschattung mit einer erhöhten Produktion an Chlorophyll, Aminosäuren, Polyphenolen und Koffein.

Bei der Ernte werden nur die jungen, zarten Triebe, also die Endknospe und die obersten zwei Blätter gepflückt (im Fachjargon: „two leaves and a bud“). Danach werden diese zügig gedämpft, um die Fermentation (enzymatische Prozesse) zu stoppen und die tiefgrüne Farbe zu konservieren. Anschließend werden die kleinen Blätter schonend getrocknet, wodurch sich Gewicht und Volumen erheblich reduzieren. Ein weiterer aufwendiger Arbeitsschritt ist die Sortierung der Teeblätter in Qualitätsstufen und die Entfernung der Blattstängel und Rippen, so dass zuletzt das „reine Blatt“ übrig bleibt.

Teegarten Grüntee Beschattung

Durch die letzte Verarbeitungsstufe erhält der Matcha seinen Namen aus dem japanischen „gemahlener Tee“, denn hier wird das gewonnene Blattfleisch in traditionelle Granit-Steinmühlen gegeben, die das Blatt langsam in ein sehr feines Pulver zermahlen. Dieser Mahlprozess wird besonders langsam durchgeführt, um die wichtigen Inhaltsstoffe des Tees nicht durch Überhitzung der Granitmühlen zu zerstören und ein besonders feines Pulver zu erhalten. In einer Stunde können so nur ca. 30 Gramm gemahlen werden.

Hier lässt sich schon erahnen, warum Matcha zu den qualitativ hochwertigsten und hochpreisigsten Tees der Welt gehört.

 

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